[06.08.2001]
04.08.2001
Jazzmusiker gehörten zu den ersten Gruppen in den USA, die mit dem Konsum von Cannabis in Verbindung gebracht wurden. Einer der berühmtesten von ihnen war Louis Armstrong, der heute seinen 100. Geburtstag feiern würde. Im Jahre 1971 gab er ein Interview, in dem er offen über seinen Cannabiskonsum und eine Verhaftung wegen Cannabisbesitz sprach:
"Wir sahen Pot (Cannabis) immer als eine Art Medizin an, ein billiger Rausch und mit viel besseren Gedanken als jemand der voller Schnaps ist. (...) Ich verbrachte neun Tage im Gefängnis von Los Angeles, in einer Zelle mit zwei Leuten die bereits wegen etwas anderen zu 40 oder 45 Jahren verurteilt worden waren. (...) Wir tranken nie viel Schnaps. Wenn wir es doch taten, waren wir immer der Meinung, dass Pot Schnaps jederzeit aussticht."
UN Generalsekretär Kofi Annan lobte zum 100. Geburtstag den Einsatz des Künstlers gegen Rassendiskriminierung und für Toleranz. Dabei ist Intoleranz gegen Menschen, die wie Louis Armstrong lieber Cannabis statt Alkohol konsumieren, immer noch gesellschaftsfähig, so wie früher der Rassismus, der zum Cannabisverbot in den USA vor dem zweiten Weltkrieg führte.
Louis Armstrong über Cannabis (1971)
Wann und warum wurde Cannabis verboten?
01.08.2001
Die ehemalige Drogenbeauftragte Christa Nickels hat in einem Brief angekündigt, die Fraktion der Grünen werde Anhörungen zur Führerscheinverordnung durchführen. Im Juni 2000 beschlossen die Grünen auf ihrem Bundesparteitag in Münster: "Die - verfassungswidrige - Behördenpraxis ist einzustellen, Hanfkonsumenten grundsätzlich (auch dann, wenn nie unter Konsumeinfluß Auto etc. gefahren wurde) den Führerschein zu entziehen" (sehen Sie dazu einen Artikel von Joachim Eul).
Derzeit reicht der einfache Besitz von Cannabis bereits zum Entzug des Führerscheins bzw. für die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung, während das bei Alkohol erst beim Fahren im betrunkenen Zustand der Fall ist. "Das wäre gleichbedeutend damit, einem Menschen den Führerschein abzunehmen, weil er im Kofferraum einen Kasten Bier transportiert," schreibt dazu Dr. Hansjörg Schäfer (SPD). Die nie aufgehobene Führerscheinverordnung der Kohl-Regierung wird verwendet, um die Cannabisentscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 1994 zu umgehen, die im Regelfall Straffreiheit vorschrieb. "Das Verkehrsministerium prüft z.Zt. in einer Untersuchung diese Entwicklung. Einige Gerichte halten diese Praxis auch für bedenklich," berichtet die derzeitige Drogenbeauftragte, Marion Caspers-Merk (SPD).
Die staatliche Überreaktion im Vergleich zu Alkohol produziert erhebliche Probleme, bis hin zur Vernichtung beruflicher Existenzen. Jetzt heisst es, weiter Briefe und Emails an Abgeordnete und Minister zu schreiben, damit den Ankündigungen auch Taten folgen!
Briefwechsel mit Christa Nickels
Cannabis und Führerschein
Briefe an Politiker
Dr. Hansjörg Schäfer in Akzeptanz 2001/1
Marion Caspers-Merk in Akzeptanz 2001/1
Joachim Eul in Akzeptanz 2001/1
31.07.2001
Wir haben eine Seite mit Informationsmaterial zur Cannabisprävention zusammengestellt, ebenso wie eine Seite mit Informationen für Jugendliche und Eltern. Diese und andere Informationen finden Sie in der Rubrik "Infos über Cannabis".
Cannabisprävention
Cannabis, Jugendliche und Eltern
Der französische Gesundheitsminister und Arzt Bernard Kouchner befürwortete in einem Interview die Legalisierung von Cannabis. Er stellte fest, Cannabis sei weniger gefährlich als Alkohol und Zigaretten. "Ich werde nicht sagen, dass man kein Marihuana rauchen darf. Es wäre albern, die Augen vor der Realität zu verschliessen," meinte er. "Von Tabak wird man eher süchtig als von Hasch. Soviel ich weiss, ist noch nie jemand am Cannabisrauchen gestorben. Aber in Frankreich sterben jährlich 60.000 Menschen am Zigarettenrauchen. Es sterben auch Leute daran, dass sie zuviel Alkohol trinken."
AP: French health minister says marijuana should be legalized
[25.07.2001]
Auf der Karibikinsel Jamaika schliesst demnächst eine Regierungskommission ihre Untersuchung zum Cannabisverbot ab. Der Mehrzahl der Zeugen vor dem Ausschuss sprachen sich für die Entkriminalisierung von Cannabis aus. Der Gleaner, die einflussreichste Tageszeitung Jamaikas schreibt in einem Leitartikel: "Die Beibehaltung eines harten Kurses gegen Ganja [Cannabis] ist nicht haltbarer als es die Alkoholprohibition von 1919-33 in den USA war."
The Jamaica Gleaner: The Ganja Culture
[27.07.2001]
30.07.2001
Die einflussreiche britische Wochenzeitschrift The Economist hat in ihrer Ausgabe vom 28. Juli einen 14seitigen Sonderteil über Drogenpolitik veröffentlicht. Das Magazin, das von führenden Persönlichkeiten in Wirtschaft und Politik weltweit gelesen wird (Auflage: 762.107, davon fast die Hälfte in den USA), analysiert die derzeitige Politik zu illegalen Drogen aus verschiedenen Perspektiven. Es kommt dabei zu dem Schluss, dass Repression weit mehr Probleme verursacht als sie löst. Der Economist rechnet vor, warum Repression schon allein aus wirtschaftlichen Gründen zum Scheitern verurteilt ist. Er empfiehlt eine Strategie der Schadensminimierung. Fazit: "Die Begründung einer Legalisierung fällt schwer, aber die Begründung dagegen ist schlimmer."
The Economist: Survey: Illegal Drugs
[28.07.2001]
Homepage des Economist
Wir haben jetzt das Programm des 4. Hanftags in Regensburg am Samstag, den 04. August, erhalten. Neben Werner Graf von der Grünen Jugend spricht auch Tilmann Holzer vom Verein für Drogenpolitik. Für musikalische Untermalung sorgen Samy Deluxe, Thomas D und Band und mehr.
Hanftag in Regensburg am 04.08.2001
Rede von Werner Graf am 3. Hanftag (26.08.2000)
Homepage des Vereins für Drogenpolitik e.V.
27.07.2001
Ein einflussreicher Unterhausausschuss des britischen Parlaments gab am Mittwoch, dem
25.07.2001 bekannt, dass eine Untersuchung zur Cannabisentkriminalisierung stattfinden soll. Das offizielle Thema der Untersuchung ist: "Ist Entkriminalisierung wünschenswert und falls nicht, was sind die praktischen Alternativen?" Der Ausschuss will sich bei seiner Arbeit nicht allein auf eine Entkriminalisierung von Cannabis beschränken. Im vergangenen Jahr wurden in Grossbritannien 92.000 Personen wegen Cannabisbesitz verurteilt. Grossbritannien hat die höchste Verbreitung von Cannabiskonsum in Europa, weit höher als die Niederlande wo Cannabisbesitz bereits 1976 entkriminalisiert wurde.
The Guardian: MPs To Launch First Official Inquiry Into
Decriminalisation
[26.07.2001]
Cannabis in Grossbritannien
24.07.2001
Der Sommer ist eine Zeit der Freiluftveranstaltungen. In Hamburg, Regensburg und Berlin werden in den nächsten Wochen Veranstaltungen zu Cannabis stattfinden.
Hanffest Hamburg
(20.07.2001-05.08.2001)
Vom 20.07.2001 bis zum 05.08.2001 wird das traditionelle HanfFest in Hamburg von unterschiedlichen Veranstaltungen begleitet: im Metropolis und 3001 Kino, Schlachthof, Docks und Grosse Freiheit, im Suryel, Le Fonque, im CCH und, und, und.... Es nehmen teil: Claudia Müller-Ebeling & Christian Rätsch, Günter Armendt,
Wolf Dieter Storl, Wolfgang Neskovic.
Hanftag der Grünen Jugend Bayern in Regensburg
(04.08.2001)
Kontakt: emanuel@kotzian.de, Franziska Schmid, Fon: 0179-5176355
"Letztes Jahr waren 300 bis 400 Menschen unseren Aufruf nach Regensburg gefolgt.
Auch dieses Jahr werden wir mit einen bunten Demo Zug durch die Altstadt ziehen, danach einige Prominente reden hören. Zum Abschluß gibt es noch Party mit Tombola und einigen anderen Überaschungen."
Hanfparade in Berlin
(01.09.2001)
Im Sommer finden auch viele Musikveranstaltungen statt, die von der Polizei oft zu Drogenkontrollen genutzt werden. Wir sind gegen das Fahren im beeinträchtigten Zustand. Hier geht es jedoch um Massnahmen, die mit Verkehrssicherheit nicht begründet werden können. So sind uns z.B. sogar Fälle bekannt, wo Beifahrer zu Urintests gedrängt wurden! Laut Gesetz ist nicht einmal ein im Verdacht stehender Fahrer zu einem Urintest verpflichtet. Lediglich eine Blutprobe kann von einem unter Verdacht stehenden Fahrer nicht folgenlos verweigert werden. Kein Beifahrer muss einem Urin- oder Bluttest zustimmen, sogar wenn er im Besitz von Cannabis ertappt wurde. Urintests sind ohnehin nicht geeignet, aktuellen Cannabiseinfluss nachzuweisen, da sie auf Abbauprodukte testen die Tage und Wochen nach dem letzten Konsum feststellbar bleiben. Solche Tests reichen als Anfangsverdacht für Führerscheinstellen, die dann Tests zu Kosten von mehreren Hundert DM verlangen, wenn man nicht den Führerschein verlieren will. Werden geringe Cannabismengen gefunden, dann lassen sich viele Konsumenten in Gespräche mit der Polizei verwickeln, in denen sie sich selbst belasten. Als Beschuldigter ist man zu keiner Aussage verpflichtet und tut sich damit auch meist keinen Gefallen. Bitte lesen Sie die folgenden Informationsblätter vom Verein für Drogenpolitik. Die Infoblätter sind mit dem Adobe Reader ausdruckbar. Bitte geben Sie diese Informationen auch im Bekanntenkreis weiter.
Wichtige Tipps zum Umgang mit der Polizei in Drogensachen:
"Spickzettel Recht"
Diese Informationen könnten vielleicht Ihren Führerschein retten:
Cannabis und Führerschein
In Belgien ist die medizinische Verwendung von Cannabis zugelassen worden. Lesen Sie dazu einen aus dem Französischen übersetzen Artikel aus der Tageszeitung La Derniere Heure:
La derniere heure: Cannabis wird zum Medikament (Belgien)
(19.07.2001)
21.07.2001
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln hat eine neue Website zur Aufklärung über legale und illegale Drogen vorgestellt. Wir begrüssen diese Initiative: Prävention (Vorbeugung) durch Aufklärung ist der effektivste Weg, um Probleme mit Drogen zu verringern.
Leider werden für Prävention immer noch zuwenig Mittel zur Vefügung gestellt, während jährlich Hunderte von Millionen DM für Strafverfolgung ausgegeben werden, die neue Probleme produziert. Eine Besteuerung des Cannabisverkaufs könnte ohne Belastung der Nichtkonsumenten eine Vervielfachung der Mittel für Aufklärung finanzieren, wie wir in einem Brief an den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt im Februar vorrechneten.
http://www.drugcom.de (Macromedia Flash 5 erforderlich)
Cannabis-FAQ der BZgA
Sachsen-Anhalt: Repression oder Prävention?
[26.02.2001]
Eine Mehrheit unter 116 Abgeordneten der in Grossbritannien regierenden Labour-Partei, die an eine Umfrage des BBC teilnahmen, waren dafür, das Cannabisverbot überprüfen zu lassen, z.B. durch einen Königlichen Untersuchungsausschuss. Sollte dieser eine Entkriminalisierung empfehlen, würde nur etwa ein Viertel von ihnen dagegen stimmen. Labour hat eine starke Parlamentsmehrheit. Zusätzlich sind die britischen Liberaldemokraten, die bei der letzten Wahl 18% der Stimmen erhielten, schon seit Jahren für einen Königlichen Untersuchungsausschuss zu Cannabis. Auch bei den Konservativen gibt es einflussreiche Stimmen für ein Ende des Verbots. David Winnick, ein Labour-Abgeordneter im Unterhausausschuss für Innenpolitik, erwartet, dass Cannabis vor der nächsten Unterhauswahl (die spätestens im Jahre 2005 ansteht) entkriminalisiert sein wird. Das berichtete der konservative Daily Telegraph.
Daily Telegraph: MPs Want Cannabis Law Eased
[20.07.2001]
18.07.2001
Die Grünen waren einmal ein Hoffnungsträger für die Befürworter einer Cannabislegalisierung. Seit dem Regierungswechsel gab es aber, was Cannabis angeht, nichts als Enttäuschungen. Wir haben uns in einem Artikel mit der Stillhaltepolitik der Grünen beschäftigt.
Grüne Drogenpolitik - wohin?
Am 18.07.2001 ist erster Verhandlungstag beim Amtsgericht Mosbach gegen den Rastafarian Donald Denzler, der sich beim religösen Umgang mit Cannabis auf das Grundrecht auf Religionsfreiheit nach Artikel 4 GG beruft.
http://www.legales-cannabis.de
16.07.2001
Die Landesdelegiertenkonferenz der Grünen in Berlin hat am Sonntag, dem 15.07.2001 ein Wahlkurzprogramm für die Wahl im Herbst beschlossen, das der Partei spätere Vorwürfe ersparen wird, drogenpolitische Wahlversprechen gebrochen zu haben: Es machte nämlich keine.
Das Berliner Programm fordert weder Druckräume noch medizinisch kontrollierte Originalstoffabgabe für Heroinabhängige noch Drugchecking (Drogenanalysen bei Partydrogen), obwohl alle diese lebensrettenden Massnahmen gesetzlich zulässig sind. Auch auf eine Forderung nach Anhebung der Grenzmenge von Cannabis wurde verzichtet. In Schleswig-Holstein und Hessen ist eine straffreie Verfahrenseinstellung bis 30 Gramm möglich, in Berlin nur bis 6 Gramm. Auch Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben höhere Grenzwerte. Damit würde die CDU-Linie in der Berliner Drogenpolitik nahtlos fortgesetzt. Justizsenator Wolfgang Wieland (B90/Grüne), der vor wenigen Tagen Coffeeshops nach niederländischem Muster gefordert hatte, hat scheinbar keine Rückendeckung in seiner Partei. Was nicht im Wahlprogramm steht, wird auch nicht Gegenstand von Koalitionsverhandlungen werden. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest die PDS hier mehr Rückrat zeigen wird, auch bei Koalitionsverhandlungen.
Der Tagesspiegel: Übergangssenat will Betäubungsmittelgesetz nicht ändern
Welche Politik minimiert die Schäden?
Wie gross ist eine "geringe Menge"?
Kanadas Gesetzesänderung, die Kranken die Verwendung von Cannabis als
Medikament ermöglichen soll, zeigt schon vor dem in Kraft treten erste
Schwachstellen. Patienten mit staatlicher Lizenz dürfen zwar selbst
Hanfpflanzen anbauen, die Samen dazu erhalten sie jedoch weiterhin nur
illegal. Und die schon im Vorjahr von der Regierung mit dem Herstellen von
Cannabiszigaretten bauftragte Firma PPS konnte mit der Produktion auch noch
nicht beginnen, deren Hanfsamen stecken beim US-Zoll fest. Abhilfe sollen
jetzt von der Exekutive beschlagnahmte Hanfsamenbestände schaffen.
Tagesanzeiger: Eine Legalisierung mit Hindernissen (CH)
(12.07.2001)
15.07.2001
Dr. Günther Jonitz, Präsident der Berliner Ärztekammer, hat sich erneut für die Legaliserung von Cannabis ausgesprochen. Bereits im Februar erklärte der Berliner Chirurg in einem Interview mit dem Ärzteblatt: "Die Franzosen haben ihre Genußmittel untersucht und festgestellt, daß Alkohol viel gefährlicher ist als Cannabis."
Berliner Kurier: Ärzte-Präsident fordert Freigabe von Cannabis
(13.07.2001)
Berliner Zeitung: Ärzte-Chef für Legalisierung von Haschisch
(13.07.2001)
Ärztezeitung: Kammerpräsident Jonitz für Legalisierung von Cannabis
(20.02.2001)
Ärztezeitung: Bleibt es bei der Scheinheiligkeit?
(20.02.2001)
Deutsches Ärzteblatt: Das Verbot von Cannabis ist ein "kollektiver Irrweg"
(27.10.2000)
Wir haben eine Pressemitteilung zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher am 21.07.2001 online gestellt. Dazu sind eine Reihe von Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet geplant.
Pressemitteilung zum Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher
Drogensterblichkeit im internationalen Vergleich
Wir haben eine Sammlung von Flugblättern zur Cannabislegalisierung auf unsere Seite aufgenommen. Das Spektrum reicht dabei von den Jungen Liberalen bis zur PDS:
Flugblätter für die Legalisierung
11.07.2001
Am 20.01.1997 hatte der heutige Innenminister Otto Schily eine Entkriminalisierung des Besitzes geringer Mengen von Drogen zum Eigengebrauch unterstützt. In seinem soeben erschienen "periodischen Sicherheitsbericht" lehnt der Bundesinnenminister eine Aufhebung des Cannabisverbots ab, obwohl er selbst zugibt, dass die Strafandrohung allenfalls einen geringen Einfluss auf den Konsum hat. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht 1994 vorgeschrieben, dass Strafverfolgung nach dem Grundgesetz nur dann zulässig ist, wenn sie erstens geeignet ist ihr Ziel zu fördern und zweitens kein weniger schädliches Mittel zur Verfügung steht das gleich wirksam wäre. Beide Bedingungen sind nach aktuellen Erkenntnissen nicht erfüllt.
"Auch wenn das Gefährdungspotential von Cannabiskonsum sich unter Berücksichtigung neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse als geringer erweist, als der Gesetzgeber ursprünglich bei Erlass des Gesetzes angenommen hat, verbleiben dennoch auch nach dem jetzigen Erkenntnisstand nicht unbeträchtliche Gefahren und Risiken. Da insbesondere die Gruppe derjenigen Jugendlichen ansteigt, die riskante Konsummuster aufweisen und auch die Zahl der Klienten in Beratungs- und Behandlungseinrichtungen gestiegen ist, die mit einer primären Cannabisproblematik behandelt werden, beabsichtigt die Bundesregierung nicht - auch unter Berücksichtigung der Haltung der internationalen Staatengemeinschaft und der völkerrechtlichen Verpflichtungen Deutschlands - das grundsätzliche und strafbewehrte Verbot des Besitzes und Erwerbs von Cannabis aufzuheben." (Sicherheitsbericht)
Mit dieser Argumentation schafft die Regierung einen Zirkelschluss: Der Anstieg der Cannabisfaelle ist eine Folge der gestiegenen Anzeigezahlen.